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Krakau 2000
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Ganz in der Nähe der Barbakane bieten Maler ihre Kunstwerke feil. Sehenswert ist auch die Jagiellonen-Universität, die zweitälteste Universität Mitteleuropas. Der berühmteste Student dieser Hochschule war wohl Nikolaus Kopernikus, dem unter anderem hier eine Statue errichtet wurde.
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Freunde mittelalterlicher Geschichte werden auf dem Wawelberg auf ihre Kosten kommen. Die Burg Krakaus, Wawel, verfügt über einen Dom, in dem seit 1320 die polnischen Könige gekrönt wurden, eine Schatzkammer, Königsgemächer, eine interessante Waffenkammer mit mittelalterlichen Schwertern, Säbeln und Rüstungen und natürlich viele dicke Mauern. Am Fuße des Burgbergs, direkt am Ufer der Wisla (Weichsel)) steht eine Statue des Drachen Wawelski -auch Bazyliszek genannt. Dieser konnte allein durch seinen Anblick töten, und er erpreßte die Bewohner Krakaus so lange, bis ihn ein Jüngling besiegte, indem er ihm einen Spiegel vor die Nase hielt. Auch heute noch soll der Drache gelegentlich Feuer spucken, aber ich habe es nicht gesehen.Historisch interessant ist auch ein Spaziergang durch den Stadtteil Kasimierz, in dem man viele alte Kirchen und Häuser sehen kann. Berühmt ist Kasimierz für seine Synagogen und jüdischen Friedhöfe, die das Dritte Reich unbeschadet überstanden, da die Nazis dort ein "Museum der untergegangenen Rasse" errichten wollten. Ganz in der Nähe Krakaus und vom Hauptbahnhof aus für ca. zwei Zloty mit einem Taxibus zu erreichen ist das Salzbergwerk (Kopalnia Soli) in Wieliczka. Die alte Salzmine kann man für ca. 10 Zloty besichtigen, die Führung ist meistens auf Polnisch (nur zu bestimmten Zeiten gibt es englische Führungen), aber auch ohne Erklärungen ist das Salzbergwerk beeindruckend. Über eine Treppe geht man in die Tiefe, und ca. 100 Meter unter der Erde kann man auf der Führung durch ausgebauten Stollen so einiges über die Geschichte des Bergbaus erfahren, sagenhafte Grubenzwerge anschauen und zahllose faszinierende Räume bestaunen, die aus Fels und Salz gemeißelt worden sind, von einer kleinen Kapelle bis zur riesigen 'Kathedrale' mit Statuen und Kronleuchtern aus Salz. Das ist wirklich beeindruckend und sehenswert. Zum Schluß fährt man dann mit einem echten Grubenaufzug ohne Licht wieder an die Oberfläche.
Meinen Rückweg nach Deutschland trat ich, da ich noch Verwandte an der Grenze besuchen wollte, mit dem Zug an. Und dieses Verkehrsmittel ist - zumindest auf polnischer Seite - noch billiger als der Linienbus: Ganze 35 Zloty (ca. 18 DM) bezahlte ich für die 432 Bahnkilometer lange Strecke nach Zgorzelec an der deutschen Grenze, von wo ich zu Fuß und etwas orientierungslos (der Weg vom Bahnhof aus ist nicht ausgeschildert) den Weg nach Görlitz auf der anderen Seite der Neiße antrat. Billiges Zugfahren gewohnt setzte ich meine Heimreise dann zwei Tage später stilecht mit dem Wochenendticket fort und kam planmäßig nach 13 Stunden und sechsmaligem Umsteigen zu Hause an. |