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![]() Eine Woche in Belgrad (23.-31.08.2001)
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Am Samstag besuchten wir Kalemegdan, den Burgberg von Belgrad. Dort kann man sich viele alte Gemäuer, Museen (unter anderem ein Kriegsmuseum und im Burggraben alte Panzer und Geschütze) ansehen, aber auch einfach in der parkähnlichen Anlage spazierengehen oder in einem Café mit tollem Ausblick etwas trinken. Außerdem steht auf dem Berg die von uns so getaufte "Freiheitsstatue", die in einer Hand eine Friedenstaube, in der anderen ein Schwert hält. |
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Sonntag stand ein Besuch in Ada auf dem Programm. In dem Fluß Sava, der Neu-Belgrad und Belgrad trennt und am Stadtrand in die Donau mündet, hat man die Insel Ada durch zwei Dämme mit dem Ufer vebunden und so einen See geschaffen, an dem viele Sport- und Freizeitaktivitäten möglich sind. Wir begannen zunächst mit einer Partie Aqua Soccer, einer Art Fußball, das man barfuß auf einer mit Wasser bedeckten Plane spielt. Man kann dabei nicht sehr elegant mit dem Ball dribbeln, sondern liegt fast ständig auf dem Boden, aber der Spaß-Faktor ist enorm. (Während der nächsten zwei Tage tun dafür alle Knochen weh, aber das ist es wert.) Nach dieser lustigen Sportart kühlten wir uns zunächst einmal etwas im Wasser ab (das zwar ziemlich grün und undurchsichtig, aber zum Schwimmen durchaus geeignet ist), bevor wir noch Basketball und Fußball spielen. Außerdem kann man in Ada unter anderem auch rudern, Trampolin springen, Freeclimben und Bungeespringen (für 40 DM von einem Kran übers oder ins Wasser). Nach der anstrengenden sportlichen Betätigung entspannten wir uns in einer der zahlreichen Strandbars, aßen Fisch mit Pommes frites, dazu ein leckeres jugoslawisches Pils und Live-Musik von einer Band. Das ganze kostete gerade mal 4 DM, man kann in Belgrad als Deutscher wirklich gut und günstig Urlaub machen. |
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Abends unternahmen einige serbische AIESEC-Studenten (von der internationalen Austauschorganisation, mit der auch Thorsten nach Belgrad gekommen war) mit uns etwas in der Stadt. Allgemein sorgten die AIESEC-Mitglieder dafür, das den Austauschstudenten in Jugoslawien nie langweilig wurde. |
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Montags ging ich mit Alex in der Stadt einkaufen, was zunächst recht problematisch war, da man in der Bank irgendwie kein Geld tauschen konnte (noch nicht einmal im dortigen Exchange Office), was man uns nach längerer Wartezeit mitteile. Angeblich hätte die Bank kein Geld. Nun ja, dafür wurden wir in einer Wechselstube prompt bedient und mit ausreichend Dinar ausgestattet. Sehr günstig kann man in Jugoslawien CDs kaufen (ca. 5 DM pro CD), es gibt zahllose Geschäfte und Stände. Zum Abkühlen genehmigten wir uns desöfteren ein Eis an einem der Eisstände, die im Zentrum wirklich nur in 10-20 Meter Abstand aufgestellt sind. Für 1 DM bekommt man ein Magnum(TM)-Äquivalent, das mindestens genausogut schmeckt. Der Verkäufer packt das Eis sogar aus, damit man sich nicht selbst die Finger schmutzig macht. Für den größeren und kleineren Hunger gibt es außerdem zahllose Fast-Food-Stände in der ganzen Stadt, wo man für ca. 1 DM eine kleine Pfannenpizza oder für 2 DM die serbische Spezialität Pljeskavica bekommt, eine Art großen Hamburger, den man ähnlich wie bei einem Döner Kebap mit diversen Salaten und Soßen füllen kann. In den oft durchgehend geöffneten Bäckereien gibt es außerdem noch Burek (die serbische Abart des türkischen Börek) für ca. 1 DM, Blätterteiggebäck das garantiert sättigt, gefüllt mit Spinat, Hackfleisch, Frischkäse und anderen Dingen. |
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Dienstag besuchten wir das Nikola Tesla Museum, das dem berühmtesten Physiker Jugoslawiens gewidmet ist. Allerdings sind dessen Öffnungszeiten nicht sehr lang: 10-12 Uhr und 16-18 Uhr, montags hat es, wie alle Museen in Jugoslawien, geschlossen. Für 0,50 DM kann man sich in dem kleinen, aber nett gemachten Museum Bilder und Briefe, sowie diverse Hinterlassenschaften von Nikola Tesla ansehen. Außerdem werden einige wichtige Experimente und Versuchsaufbauten des Physikers gezeigt und auf Nachfrage auch vorgeführt, eine ganz interessante Ausstellung. Mittwochs wollte ich eigentlich noch zum Friseur gehen (wo kann man sich schon für 5 DM die Haare schneiden lassen), aber obwohl der Salon schon um 10 Uhr geöffnet hatte, war Haareschneiden nach Aussage der Angestellten erst am 14 Uhr möglich, was ich allerdings nicht ganz nachvollziehen konnte. So genossen wir unseren vorletzten Tag in Serbien bei meist schönem Wetter am Ada-Strand. Donnerstag morgen fuhr unser Bus zurück nach Deutschland. Um den Abfahrtsbereich des Busbahnhofes zu betreten, mußten wir ca. 1 DM 'Eintritt' zahlen (bei Zügen am Bahnhof ist es ähnlich), dafür betrug die 'Gepäckgebühr' bei der Ausreise aus Jugoslawien nur 5 DM. Die Rückfahrt im Bus gestaltete sich relativ unbequem und dank einer jugoslawischen Comedy zumindest für uns auch nicht sehr interessant. Aber nach 23 Stunden waren wir schließlich doch zurück in Bonn. |
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